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21. März 2019

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Bayernfonds BestLife 1: Dr. Steinhübel Rechtsanwälte erzielt außergerichtliche Erfolge

06.06.2013  Die Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte hat in letzter Zeit zahlreiche Anleger des US-Lebensversicherungsfonds Bayernfonds BestLife 1 erfolgreich vertreten. Dabei konnten mit mehreren deutschen Kreditinstituten außergerichtliche Vergleiche geschlossen werden. Die geschädigten Anleger erhielten dadurch zwischen 50 % und 80 % ihrer Einzahlungen zurück.

Fehlberatung der Anleger

Grundlage für die Vergleiche sind die fehlerhaften Beratungen durch die jeweiligen Kreditinstitute. Anteile am Bayernfonds BestLife 1 (Life U.S. Solutions I L.P.) wurden oftmals als sichere Anlagen zur Altersvorsorge empfohlen. Lebensversicherungsfonds sind jedoch unternehmerische Beteiligungen mit hohem Risikopotential, die zur sicheren Altersvorsorge nicht geeignet sind. Außerdem wurden Anleger unzureichend über die Risiken der Lebensversicherungsfondsbeteiligung (Kapitalverlustrisiko, eingeschränkte Veräußerbarkeit, untaugliche Sterbetafeln u.a.) aufgeklärt.

Keine Aufklärung über Vertriebsprovisionen

Die geschädigten Anleger des Bayernfonds BestLife 1 wurden ferner nicht darüber aufgeklärt, dass die beratenden Kreditinstitute enorme Vertriebsprovisionen (Kick-Back-Zahlungen) für den Vertrieb der Fondsanteile erhalten haben. Die Kreditinstitute sind jedoch nach der anlegerfreundlichen Kick-Back-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) dazu verpflichtet, ungefragt über die genaue Höhe der erhaltenen Provisionen aufzuklären.

Rückabwicklung der Fondsbeteiligung

Im Falle einer fehlerhaften Aufklärung durch Kreditinstitute und Anlageberater, sind diese zum Schadensersatz verpflichtet. Geschädigte Anleger können dadurch ihre Beteiligungen rückabwickeln. Die Anlegerschutzkanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte empfiehlt betroffenen Anlegern zur Prüfung von Schadensersatzansprüchen den Rat eines auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalts einzuholen.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Dr. Steinhübel

Bayernfonds BestLife 1: Für Anleger alles andere als gut

27.08.2012: Der US-Lebensversicherungsfonds Bayernfonds BestLife 1 (Life U.S. Solutions I L.P.) des Emissionshauses Real IS AG weist aufgrund massiver finanzieller Probleme eine erschreckende Bilanz auf. Betroffene Anleger sollten sich jedoch nicht damit abfinden.

Bayernfonds BestLife 1

Der Bayernfonds BestLife 1 steht vor großen finanziellen Problemen. So besteht zum einen ein Einnahmeproblem. Zum 31.12.2010 betrugen die Gesamteinnahmen des Fonds US-$ 55,46 Mio., prospektiert waren hingegen US-$ 161,94 Mio. Somit wurden nur 16,9 % der erwarteten Einnahmen erzielt. Zum anderen sind die Ausgaben mit US-$ 78,68 Mio. über US-$ 12 Mio. höher als eingeplant. Bereits 2008 machte der LV-Fonds Verluste und dies besserte sich auch nicht in den beiden Folgejahren. Zum Jahresende 2010 häufte der LV-Fonds bereits Gesamtverluste von über US-$ 23 Mio. an, demgegenüber lag die Gewinnerwartung bei US-$ 96,47 Mio.

Es überrascht daher nicht, dass der Bayernfonds BestLife 1 nicht eingeplante Kredite in Höhe von US-$ 30 Mio. aufnehmen musste. Dies zeigt, dass dem Fonds eine Fehlkonzeption zu Grund liegt. Bei der Emission wurden unzutreffende Lebenserwartungen der Versicherten zugrunde gelegt, mittlerweile musste das korrigiert werden und es wird nun von einer 2 Jahre längeren Lebenserwartung ausgegangen.
Angesichts dieser desaströsen finanziellen Lage des Bayernfonds BestLife 1 blieben auch die Ausschüttungen hinter den Prospektangaben zurück. In den Jahren 2009 und 2010 erhielten die Anleger entgegen den Prospektangaben gar keine Ausschüttungen. Insgesamt wurden nur 5,75 % der Einlagesumme ausgeschüttet, wohingegen die Prognose 60,25 % betrug. Eine Besserung dieser Finanzlage ist nicht in Sicht.

Schadensersatzansprüche bei fehlerhafter Beratung

Allerdings sind die betroffenen Anleger des Bayernfonds BestLife 1 nicht rechtlos gestellt. Nach Einschätzung der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anlegerschutzkanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte bestehen gute Chancen für Anleger, Schadensersatzansprüche gegen die beratende Bank bzw. das Beratungsunternehmen, das ihnen die Fondsbeteiligung vermittelt hat, durchzusetzen. Banken und Anlageberater, die bei der Vermittlung der Fondsbeteiligungen gegen die Pflicht zur vollständigen und richtigen Aufklärung verstoßen, schulden den Ersatz des entstandenen Schadens. Geschädigte Anleger können so ihre Fondsbeteiligung rückabwickeln.

Beratungspflichten der Banken und Anlageberater

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) umfassen die Beratungspflichten neben den Hinweisen auf einschlägige Risiken (Kapitalverlustrisiko, einschränkte Veräußerbarkeit, keine garantierte Mindestverzinsung, untaugliche Sterbetafeln u.a.) insbesondere die Aufklärung über die Rückvergütungen (sog. Kick-Back-Zahlungen), welche die Bank bzw. der Berater für die Vermittlung der Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds erhalten hat.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Dr. Steinhübel