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22. Juni 2017

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Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 - Gericht bestätigt mangelnde Plausibilität des Anlagekonzepts

28.05.2015: – Das Fondskonzept der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG ist wirtschaft-lich nicht tragfähig. Zu diesem Ergebnis gelangt Landgericht Landshut in einem aktuellen Urteil und bestätigt damit die Auffassung der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte. Das Urteil hat für viele weitere Geschädigte des Fonds eine Signalwirkung. Diese können nun ebenfalls Schadenersatz von den Beratern und Vermittlern fordern.

Landgericht Landshut bestätigt mangelnde Plausibilität der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2

Wiederholt hat die Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte in den Medien darauf hingewiesen, dass das Anlagemodell der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG wirtschaftlich nie tragfähig und somit von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Nunmehr wurde die mangelnde Plausibilität des Fondskonzepts mit Urteil des Landgerichts Landshut aus Mai 2015 bestätigt und der dort verklagte Anlagevermittler verurteilt, den entstandenen Schaden sowie die gesamten Prozesskosten vollständig zu ersetzen. Das mittlerweile rechtskräftige Urteil ist wegweisend, denn das Landgericht Landshut stützt seine Entscheidung auf das Gutachten eines renommierten Wirtschaftswissenschaftlers, welches letztlich auf Veranlassung der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte eingeholt wurde. Der vom Gericht beauftragte Gutachter gelangt zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die dem Fondskonzept zugrundeliegenden Renditeerwartungen durch den Handel mit Immobilien nicht zu erzielen sind. Auf die fehlende wirtschaftliche Tragfähigkeit wies der verklagte Anlagevermittler den geschädigten Anleger mit keinem Wort hin, obgleich er zur Prüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Fondskonzepts rechtlich verpflichtet war. Dafür wurde er nun verurteilt.

Schadenersatz von Beratern und Vermittlern fordern

Das von der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte erstrittene Urteil hat Signalwirkung für viele wei-tere Fälle geschädigter Anleger der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG. Sowohl Anlageberater als auch Anlagevermittler sind nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verpflichtet, ein Anlagekonzept auf dessen Plausibilität hin zu überprüfen, ehe sie es in den Vertrieb aufnehmen. Sofern der Berater/Vermittler diese Plausibilitätsprüfung nicht vornimmt und sich allein auf die Prospektangaben des Emittenten verlässt, muss dies gegenüber dem Anlageinteressenten offengelegt werden. Bereits die Verletzung dieser Offenlegungspflicht genügt, um eine Haftung des Anlageberaters/Anlagevermittlers zu begründen. Nachdem die mangelnde Plausibilität des Anlagekonzepts der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG nunmehr durch ein Sachverständigengutachten bestätigt wurde, haben die Anlagevermittler und Berater so gut wie keine Möglichkeit, sich gegen berechtigte Schadenersatzforderungen der Anleger zu verteidigen. Die geschädigten Anleger sollten daher nicht länger zögern und anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegenüber Anlagevermittlern und Beratern dürfte die letzte Gelegenheit sein, den Verlust der Einlage abzuwenden.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwalt Schönfleisch

Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG - Zweifel an der Plausibilität sind angebracht

22.12.2014 – Mehr als 40 Millionen EURO haben Anleger in den Fonds Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG eingezahlt. Die Fondsgesellschaft befindet sich seit 2013 im Insolvenzverfahren. Die Anleger müssen damit rechnen, das investierte Kapital vollständig zu verlieren. Es bestehen jedoch begründete Zweifel an der Plausibilität des Fondskonzepts, die eine Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen Verantwortliche des Fonds und die Anlagevermittler erheblich erleichtern dürften.

Das Fondskonzept

Das Fondskonzept der Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG sah ursprünglich vor, Anlegergelder im Umfang von 31,5 Mio. EUR (inkl. Agio) einzuwerben. Der Löwenanteil, nämlich 30 Mio. EUR, sollten an die Deutsche S&K Sachwert AG als Darlehen ausgekehrt werden. Der Darlehensvertrag sah eine feste Verzinsung des Darlehens in Höhe von 11 % pro Jahr vor. Hiervon sollten die den Anlegern der Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG in Aussicht gestellten Ausschüttungen von 10 % pro Jahr gezahlt werden. Die Deutsche S&K Sachwert AG beabsichtigte ihrerseits, durch den Handel mit und die Vermietung von Immobilien hohe Gewinne zu erzielen, um dadurch die Zinsverpflichtung aus dem Darlehensvertrag mit der Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG bedienen zu können. Die Fondsgesellschaft prognostizierte eine Gesamtauszahlung von 235,59 % der Investitionssumme während der Laufzeit.

Zweifel an der Plausibilität des Konzepts

Dass das beschriebene Anlagekonzept jemals tragfähig war und damit plausibel, muss angezweifelt werden. Die Investitionsgesellschaft, die Deutsche S&K Sachwerte AG, hätte dauerhaft hohe Renditen in der Größenordnung von mindestens rd. 13 % pro Jahr erwirtschaften müssen, um das Zinsversprechen aus dem Darlehensvertrag gegenüber der Fondsgesellschaft erfüllen zu können. Berücksichtigt man eigene Kosten auf Ebene der Investitionsgesellschaft sowie latente Steuern, dürften die tatsächlich benötigten Renditen deutlich höher ausfallen. Im Zeitpunkt der Prospektaufstellung dürften solche Renditen durch den Handel mit Immobilien nachhaltig aber nicht erzielbar gewesen sein.

Ein für den nachfolgenden Fonds, die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG, eingeholtes Gutachten kommt insoweit zu dem eindeutigen Ergebnis, dass Renditen in der Größenordnung von mehr als 10 % im Jahr 2012 durch den Handel mit Immobilien nicht zu erzielen waren. Vielmehr lag die zu erwartende Durchschnittsrendite in diesem Zeitraum im einstelligen Prozentbereich. Die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG verfolgte ein ganz ähnliches Fondskonzept wie der Vorgängerfonds Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG. „Wir entnehmen dem uns vorliegenden Gutachten klare Anhaltspunkte dafür, dass auch des Vorgängerfonds Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG von einem nicht plausiblen Anlagemodell auszugehen ist“, so Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht Berkemeier aus der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte.

Schadenersatz aufgrund unterbliebener Plausibilitätsprüfung

Sowohl Anlageberater als auch Anlagevermittler sind nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verpflichtet, ein Anlagekonzept auf dessen wirtschaftliche Tragfähigkeit hin zu überprüfen, ehe sie es in den Vertrieb aufnehmen. Sofern der Berater/Vermittler diese Plausibilitätsprüfung nicht vornimmt und sich allein auf die Prospektangaben des Emittenten verlässt, muss dies dem Anlageinteressenten gegenüber offengelegt werden. Bereits die Verletzung dieser Offenlegungspflicht genügt, um eine Haftung des Anlageberaters/Anlagevermittlers zu begründen. Zu beachten ist dabei, dass der Anlagevermittler/Anlageberater die Darlegungs- und Beweislast dafür trägt, dass der Plausibilitätsmangel auch bei sorgfältiger Plausibilitätsprüfung nicht erkennbar war.

Den Betroffenen wird empfohlen, sich nicht mit dem Verlust des in den Fonds investierten Kapitals abzufinden. Insoweit ist nicht zu erwarten, dass die Anleger im Zuge des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG noch irgendwelche nennenswerten Rückzahlungen erhalten werden. Die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen dürfte daher die einzige Möglichkeit sein, dem drohenden Totalverlust aus der Beteiligung entgegenzuwirken. Es empfiehlt sich, hierfür einen auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt zu konsultieren.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwalt Schönfleisch

Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG - Anlagekonzept ist wirtschaftlich nicht plausibel

17.12.2014: – Das Anlagekonzept des vom Hamburger Emissionshaus United Investors aufgelegten Fonds Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG ist wirtschaftlich nicht plausibel. Zu diesem niederschmetternden Ergebnis gelangt ein Sachverständigengutachten, welches im Rahmen eines Gerichtsverfahrens gegen einen Anlageberater eingeholt wurde. Die Chancen der Anleger auf Schadenersatz dürften sich dadurch erheblich verbessern.

Das Fondskonzept der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG

Das Anlagekonzept der Fondsgesellschaft Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG ist schnell erklärt: Es sah vor, Anlegergelder im Umfang von € 30 Mio. einzuwerben und diese sodann als Darlehen an eine Investitionsgesellschaft, die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH, weiterzuleiten. Die Investitionsgesellschaft sollte das Geld der Anleger – freilich erst nach Abzug hoher Kosten – für den Handel mit Immobilien verwenden. Insoweit war vorgesehen, dass die Investitionsgesellschaft Immobilien aus sog. Sondersituationen (Zwangsversteigerung, Bankenverwertung etc.) zu besonders günstigen Konditionen erwirbt. In dem Darlehensvertrag verpflichtete sich die Investitionsgesellschaft, jährliche Zinsen in Höhe von 13,25 % bezogen auf das Darlehen von € 30 Mio. an die Fondsgesellschaft zu zahlen. Eine derart hohe Verzinsung benötigte die Fondsgesellschaft zwingend, um die Renditeversprechungen gegenüber den Anlegern erfüllen zu können. Laut Emissionsprospekt war nämlich geplant, an die Anleger jährliche Ausschüttungen von 12 % zu zahlen. Insgesamt sollten die Anleger über die vorgesehene Fondslaufzeit von nur wenigen Jahren einen Rückfluss von 155,93 % ihres investierten Kapitals erhalten. Soweit die Darstellung im Emissionsprospekt der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG.

Mangelnde Plausibilität des Fondskonzepts

Das beschriebene Anlagekonzept war von Anfang an wirtschaftlich nicht tragfähig und ist damit nicht plausibel. Die Investitionsgesellschaft hätte dauerhaft hohe Renditen in der Größenordnung von mindestens rd. 17 % pro Jahr erwirtschaften müssen, um das Zinsversprechen aus dem Darlehensvertrag gegenüber der Fondsgesellschaft erfüllen zu können. Im Zeitpunkt der Prospektaufstellung waren solche Renditen durch den Handel mit Immobilien nachhaltig aber nicht zu erzielen. Ein zur Frage der wirtschaftlichen Plausibilität des Fondskonzepts der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG erstelltes Gutachten, eingeholt in einem von der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte geführten Schadenersatzprozess gegen einen Anlageberater, kommt zu dem eindeutigen Ergebnis, dass Renditen im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielbar waren, jedenfalls aber höhere Renditen im zweistelligen Prozentbereich. „Wir sehen uns durch das Gutachten in unserer Annahme, dass die Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG ein wirtschaftlich nicht funktionsfähiges Anlagekonzept angeboten hat, absolut bestätigt“, so Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Berkemeier aus der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte.

Schadenersatz aufgrund unterbliebener Plausibilitätsprüfung

Sowohl Anlageberater als auch Anlagevermittler sind nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verpflichtet, ein Anlagekonzept auf dessen wirtschaftliche Tragfähigkeit hin zu überprüfen, ehe sie es in den Vertrieb aufnehmen. Sofern der Berater/Vermittler diese Plausibilitätsprüfung nicht vornimmt und sich allein auf die Prospektangaben des Emittenten verlässt, muss dies dem Anlageinteressenten gegenüber offengelegt werden. Bereits die Verletzung dieser Offenlegungspflicht genügt, um eine Haftung des Anlageberaters/Anlagevermittlers zu begründen. Zu beachten ist dabei, dass der Anlagevermittler/Anlageberater die Darlegungs- und Beweislast dafür trägt, dass der Plausibilitätsmangel auch bei sorgfältiger Plausibilitätsprüfung nicht erkennbar war. „Aufgrund des eindeutigen Ergebnisses des Gutachtens gehen wir gehen davon aus, dass sich eine Haftung der Berater und Vermittler des Fonds Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG in vielen Fällen auf die unterbliebene Aufklärung über die mangelnde Plausibilität bzw. über die unterbliebene Plausibilitätsprüfung stützen lässt“, so Rechtsanwalt Berkemeier, der bereits zahlreiche Geschädigte der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG vertritt.

Den Betroffenen wird empfohlen, sich nicht mit dem Verlust des in den Fonds investierten Kapitals abzufinden. Insoweit ist nicht zu erwarten, dass die Anleger im Zuge des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG noch irgendwelche Rückzahlun-gen erhalten werden. Die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen dürfte daher die letzte Möglichkeit sein, dem drohenden Totalverlust aus der Beteiligung entgegenzuwirken. Es empfiehlt sich daher, einen auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt zu konsultieren.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwalt Schönfleisch

S&K-Skandal - Stephan Schäfer und S&K Sachwert AG vollumfänglich zum Schadensersatz verurteilt

02.01.2014: – Das Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen der sog. S&K-Unternehmensgruppe ist noch nicht abgeschlossen, doch schon jetzt steht fest, dass die Vor-standsmitglieder bzw. Geschäftsführer der involvierten Unternehmen in vielen Fällen persönlich für den Schaden der Anleger aufkommen müssen: Das Landgericht Stuttgart verurteilt den verant-wortlichen Stephan Schäfer sowie die S&K Sachwert AG vollumfänglich zum Schadenersatz. Die Entscheidung ist richtungsweisend für eine Vielzahl der von S&K verursachten Schadensfälle.

Verkauf von Lebensversicherungen zur Kapitalbeschaffung

Einige Unternehmen der Frankfurter S&K-Gruppe, unter anderem die S&K Sachwert AG sowie die S&K Real Estate Value GmbH, verfolgten den Zweck, Sparverträge (Lebensversicherungen, Bausparverträge Rentenversicherungen etc.) von Kapitalanlegern zu kaufen. Dabei sollten die Anleger ihren Sparvertrag an das jeweilige S&K-Unternehmen verkaufen, welches sodann die Kündigung des Vertrags sowie die Auszahlung des Guthabens veranlasste. Als Kaufpreis für den Anleger wurde ein Mehrfaches des tatsächlichen Rückkaufwertes vereinbart, wobei die genaue Höhe durch unterschiedliche Rückzahlungsmodalitäten und Auszahlungszeitpunkte definiert wurde. Die versprochenen Gewinne sollten nach Darstellung der S&K-Gruppe durch Investitionen in Immobilien erwirtschaftet werden.

Schadenersatzansprüche schnell und unproblematisch durchsetzbar

Der Ankauf von Sparverträgen durch die S&K-Gesellschaften stellt ein unerlaubtes und damit verbotenes Bankgeschäft dar, zumal keine der ankaufenden Gesellschaften über die entsprechende Erlaubnis verfügte. Das unerlaubte Betreiben von Bankgeschäften ist eine Straftat, für welche die verantwortlichen Vorstände bzw. Geschäftsführer des jeweils ankaufenden Unternehmens persönlich auch gegenüber den geschädigten Anlegern einzustehen haben. Für diejenigen Anleger, die ihren Sparvertrag an ein Unternehmen der S&K-Gruppe verkauft haben, ergibt sich so die Möglichkeit, den Schadenersatzanspruch schnell und unkompliziert durch die Gerichte klären zu lassen. „Schnell zu handeln ist das Gebot der Stunde, da die von der Staatsanwaltschaft sichergestellten Vermögensgegenstände wie teure Uhren, Goldbarren und Bargeld kaum ausreichen dürften, um sämtliche Anleger zu entschädigen“, so Rechtsanwalt Berkemeier aus der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwaltskanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte in Tübingen. Außerhalb des Insolvenzverfahrens – so der Anwalt weiter – gilt das sog. Windhundprinzip, was bedeutet, dass der Erlös aus den sichergestellten Vermögensgegenständen nach der Reihenfolge der zugestellten Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse verteilt wird.

Gute Möglichkeiten auch für Anleger von United Investors-Fonds

Aber auch für diejenigen Anleger, die sich mittelbar über einen von UNITED INVESTORS aufgelegten, geschlossenen Fonds (z.B. Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG oder Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG) an der S&K-Gruppe beteiligt haben, bestehen in vielen Fällen gute Möglichkeiten zum Schadenersatz. Neben der Haftung der Verantwortlichen von UNITED INVESTORS und der S&K-Gruppe ist hier nicht zuletzt auch an die Haftung der Anlageberater und Vermittler zu denken. Haben diese bei der Empfehlung zum Erwerb einer der angebotenen Fondsbeteiligungen nicht hinreichend über sämtliche Risiken der Beteiligung oder die Zweifel an der Plausibilität der aufgelegten Fonds informiert, sind sie dem Anleger gegenüber zum Ersatz des entstandenen Schadens verpflichtet. Auch hier empfiehlt es sich, einen auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt zu konsultieren.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwalt Schönfleisch

S&K-Gruppe: Anleger sollten nun ihre Ansprüche sichern lassen!

14.06.2013 - Mit Schreiben vom 08.05.2013 teilt die Staatsanwaltschaft den Geschädigten der S&K-Gruppe mit, dass derzeit eine Aufstellung und Zuordnung der gesicherten Vermögenswerte erfolge. Eine entsprechende Veröffentlichung ist sodann im Bundesanzeiger beabsichtigt. Anleger sollten nun handeln, denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Gesicherte Vermögenswerte zugunsten Verletzter

Seit geraumer Zeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen die Verantwortlichen der S&K- sowie United Investors-Unternehmensgruppe wegen des Verdachts des schweren Betrugs. Laut einer Mitteilung der Ermittlungsbehörden vom 08.05.2013 sollen zwischenzeitlich zahlreiche dingliche Arreste in das Vermögen der Beschuldigten sowie der beteiligten Gesellschaften angeordnet und Pfändungen vorgenommen worden sein. Es ist zu vermuten, dass ein Großteil der gesicherten Werte den Hauptverdächtigen bzw. deren Gesellschaften zuzuordnen sein wird. Nach Abschluss der vermögenssichernden Maßnahmen sowie Zuordnungen der Vermögenswerte wird es zu einer entsprechenden Veröffentlichung im Bundesanzeiger kommen. Geschädigte Anleger werden dann das erste Mal die Chance haben, sich den finanziellen Ausgleich ihres Schadens zu sichern.

Anleger sollten jetzt handeln

Da aber v.a. bei den Hauptverdächtigen mit keinem Insolvenzverfahren und daher auch mit keiner gleich- bzw. verhältnismäßigen Verteilung der Vermögensmasse zu rechnen ist, müssen sich die geschädigten Anleger insoweit selbst um die Durchsetzung ihrer Ansprüche kümmern. Hierbei gilt das simple Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dringend erforderlich ist daher die zügige Titulierung der Ansprüche. Denn nur so wird ein zwangsweiser Zugriff auf die gesicherten Vermögenswerte erst möglich. Jüngst bereitet daher die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Anlegerschutzkanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte für ihre Mandanten die Einleitung vorläufigen Rechtsschutzes vor.

Abschluss der Ermittlungen

Ob sich die Beschuldigten letztlich des Betruges hinreichend verdächtigt gemacht haben,  lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher sagen. Insoweit muss der Abschluss des Ermittlungsverfahrens abgewartet sowie Einsicht in die Akten genommen werden. Nach derzeitiger Einschätzung haben aber Anleger, die ihre Lebensversicherungen an die S&K Real Estate Value GmbH (vormals Erste S&K Immobilienhandels GmbH) verkauft haben, gute Chancen, jetzt schon ihre Ansprüche gegen die Verantwortlichen der S&K-Gruppe geltend zu machen, und zwar ohne den Abschluss des Ermittlungsverfahrens abzuwarten. Eine besondere Fallkonstellation dürfte diesen Anlegern zu Gute kommen.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwalt Schönfleisch


S&K-Gruppe/United Investors: Neue Insolvenzen im Umfeld des Emissionshauses United Investors

26.04.2013 – Nachdem über die sechs Gesellschaften des Emissionshauses United Investors in der Zeit vom 18.03.2013 bis zum 21.03.2013 vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet wurden, befinden sich nunmehr auch die von United Investors aufgelegten Fondsgesellschaft im vorläufigen Insolvenzverfahren. Der Skandal um die Frankfurter S&K-Gruppe erreicht damit einen neuen Höhepunkt.

Insolvenzen der Fondsgesellschaften

Mit den Insolvenzen der Fondsgesellschaften manifestiert ich das Desaster für all diejenigen Anleger, die Ihre Ersparnisse über die von United Investors aufgelegten Fondsgesellschaften in die S&K-Gruppe investiert haben. Betroffen sind folgende Fonds:

-    Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG
-    Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG
-    S&K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft mbH & Co. KG
-    S&K Investment GmbH & Co. KG
-    S&K Investment Plan GmbH & Co. KG

Aufgrund der Insolvenz ist anzunehmen, dass die geschädigten Anleger ihr in die Fonds investiertes Kapital verlieren werden. Sollte sich der Verdacht der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, die hinter der S&K-Gruppe einen groß angelegten Anlagebetrug vermutet, bestätigen, dürfte eine Rückzahlung an die Betroffenen unwahrscheinlich sein.

Ankauf von Lebensversicherungen

Aber auch für die Anleger, die beispielsweise ihre Kapitallebensversicherung an die S&K Real Estate Value GmbH (vormals Erste S&K Immobilienhandels GmbH) verkauft haben, werden sich auf den überwiegenden – wenn nicht gar vollständigen – Verlust Ihrer Ersparnisse einstellen müssen, sollte die Staatsanwaltschaft mit Ihrem Betrugsverdacht richtig liegen. Die mittlerweile bekannt gewordenen Details über den scheinbar exzessiven Lebensstil der Verantwortlichen der S&K-Gruppe lassen befürchten, dass ein erheblicher Teil der Anlegergelder nicht wertbildend angelegt wurde, sondern für private Zwecke verwendet wurde. Nicht auszuschließen ist daher, dass auch die unmittelbar der S&K-Gruppe zuzurechnenden Gesellschaften in die Insolvenz geraten.

Haftung der Verantwortlichen: Schadenersatzansprüche prüfen lassen

Sollte bei den Fondsgesellschaften bzw. den Firmen der S&K-Gruppe insolvenzbedingt nicht mehr viel vom Kapital der Anleger vorhanden sein, sollten diese ihren Fokus auf die für den eingetretenen Schaden Verantwortlichen richten: Die Hintermänner der S&K-Gruppe bzw. die Verantwortlichen des Emissionshauses United Investors. Wer den Geschädigten zum Schadenersatz verpflichtet ist, dürfte sich alsbald aus den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ergeben. Die auf den Schutz geschädigter Kapitalanleger spezialisierte Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte hat bereits für hier vertretene Anleger einen Antrag auf Akteneinsicht bei der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main gestellt. Unter Umständen lassen sich bereits mit den Erkenntnissen aus dem Ermittlungsverfahren gezielt Schadenersatzansprüche gegen die verantwortlichen Hintermänner begründen.

Haftung der Anlagevermittler und Berater

In vielen Fällen dürften auch die Anlagevermittler und Berater, welche S&K-Produkte aus dem Hause United Investors bzw. Verträge über den Ankauf von Lebensversicherungen mit der Erste S&K Immobilienhandels GmbH (jetzt: S&K Real Estate Value GmbH) empfohlen haben, zum Schadenersatz verpflichtet sein. Gerade bei der Vermittlung der Fondsbeteiligungen aus dem Hause United Investors stellt sich immer wieder heraus, dass über die wesentlichen Risiken der Beteiligungsangebote entweder überhaupt nicht oder vollkommen irreführend aufgeklärt wurde. Auskunft über die rechtlichen Möglichkeiten – sei es nun die Haftung von Hintermännern bzw. die Beraterhaftung – erteilen die auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwälte der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte.

Ihre Ansprechpartner: Rechtsanwalt Dr. Steinhübel und Rechtsanwalt Berkemeier

S&K-Gruppe: Staatsanwaltschaft sieht dringenden Tatverdacht für groß angelegten Betrug

21.02.2013 – Nach der von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main eingeleiteten Durchsuchungsaktion gegen Verantwortliche der S&K-Gruppe kommen immer mehr Details ans Tageslicht. Dem Vernehmen nach sollen Anlegergelder in großem Umfang zweckentfremdet worden sein. Die Zahl der Geschädigten gehe in die Tausenden. Selten war das mediale Echo im Anschluss an eine Durchsuchung so groß wie im Fall der S&K-Gruppe.

Staatsanwaltschaft sieht dringenden Tatverdacht

Nach den bisherigen Ermittlungen habe sich „ein dringender Tatverdacht dahingehend ergeben, dass von den Hauptverantwortlichen der genannten beiden Firmengruppen in gemeinsam abgestimmter Vorgehensweise ein über Jahre planmäßig und groß angelegtes Betrugssystem installiert wurde“, so eine Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main vom 19.02.2013. Was da in sachlichem Juristendeutsch mitgeteilt wird, ist nichts Geringeres als der Vorwurf eines groß angelegten Betrugsmodells. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem Schneeballsystem, bei dem sich ein extrem hoher Schaden im dreistelligen Millionenbereich mit mehreren Tausend geschädigten Anlegern abzeichne. So soll das Geld einer Vielzahl von Kapitalanlegern vornehmlich für den „extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten, für die Anschubfinanzierung, den Aufbau und die hohen laufenden Kosten von eigenen und verbunden Unternehmen sowie für zweckwidrige Objektfinanzierungen verwendet worden sein. Sogar von Vermögensverschiebungen an Familienangehörige der Beschuldigten ist die Rede.

Schadensausmaß derzeit kaum abschätzbar

Sollte sich der dringende Tatverdacht der Staatsanwaltschaft bestätigen, dürfte es sich bei S&K um einen der größten Betrugsskandale in Deutschland handeln. Das tatsächliche Ausmaß des Schadens ist derzeit aber nicht abschätzbar. „Zu groß ist die Anzahl der zur S&K-Gruppe gehörenden Unternehmen, zu vielschichtig sind die Vertriebswege, über die Anleger für die unterschiedlichen Beteiligungsangebote aus dem Dunstkreis der S&K-Gruppe geworben wurden“, so Rechtsanwalt Berkemeier aus der auf das Bank- und Kapitalmarktanlagerecht spezialisierten Anwaltskanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte in Tübingen, der bereits im vergangenen Jahr in mühevoller Kleinarbeit ein Organigramm über die einzelnen Unternehmen sowie die untereinander bestehenden personellen und gesellschaftlichen Verflechtungen der S&K-Gruppe erstellt hat, um besser zu verstehen, was genau da von Frankfurt aus aufgezogen wird. Erste Bedenken an der Seriosität der S&K-Gruppe stellten sich ein, nachdem Gerüchte über einen ausschweifenden Lebenswandel in den Medien erschienen.

Schadenersatzansprüche prüfen lassen

Nachdem die Staatsanwaltschaft in großem Umfang Vermögenswerte sicherstellen konnte, sollten die betroffenen Anleger zeitnah durch versierte Rechtsanwälte prüfen lassen, ob und gegen wen im Einzelfall Schadenersatzansprüche bestehen. Allein die Sicherstellung von Vermögenswerten bedeutet noch nicht, dass der einzelne Anleger auch tatsächlich seinen Schaden ersetzt bekommt. Die Staatsanwaltschaft sichert insoweit nur die noch vorhandenen Vermögenswerte, nimmt aber keine Verteilung an die Geschädigten vor. Vielmehr müssen sich diese selbst um die Durchsetzung ihrer Forderungen kümmern, wollen sie nicht leer ausgehen. Auskunft über die rechtlichen Möglichkeiten erteilen die auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwälte der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte.

Ihre Ansprechpartner: Rechtsanwalt Dr. Steinhübel und Rechtsanwalt Berkemeier

S&K-Gruppe: Innovative Immobilienanlagen oder kriminelle Geldvernichtung?

19.02.2013 – Die Zahl der Negativberichte über die S&K-Gruppe nahm in den letzten Wochen deutlich zu. Immer lauter wurden die Stimmen, die vor den Anlageangeboten der S&K-Gruppe warnten. Nunmehr überschlagen sich die Ereignisse: Im Rahmen einer Großrazzia mit mehr als 1.000 Ermittlern im Einsatz sollen heute unter anderem auch die Verantwortlichen der S&K-Gruppe, Jonas Köller und Stephan Schäfer, verhaftet worden sein. Der Vorwurf: Untreue und schwerer Betrug.

Negative Berichte

Immer wieder sorgte die sog. S&K-Gruppe aus Frankfurt am Main – allen voran die Unternehmensverantwortlichen Jonas Köller und Stephan Schäfer – für Schlagzeilen, doch nicht immer waren es positive Presseberichte. Mal wurde über ausgelassene Partys berichtet, garniert mit pikanten Fotos leicht bekleideter Damen vor Luxussportwagen, mal über eine Hausdurchsuchung bei Jonas Köller im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Titelhändler. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben. Seit Herbst des vergangenen Jahres mehrten sich Berichte, die ernsthafte Zweifel am Geschäftsgebaren der Verantwortlichen und an der Seriosität der S&K-Gruppe nährten.

Hausdurchsuchung und Haftbefehle

Das bunte Treiben der S&K-Verantwortlichen dürfte vorerst ein jähes Ende gefunden haben: Heute Morgen hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit einer groß angelegten Razzia an mehreren Orten gleichzeitig zugeschlagen. Dem Vernehmen nach sollen 130 Wohnungen und Firmensitze in mehreren Bundesländern durchsucht und mehrere Personen verhaftet worden sein. Zu den verhafteten Personen sollen auch die beiden Verantwortlichen der S&K-Gruppe, Jonas Köller und Stephan Schäfer, gehören. Der von den Ermittlungsbehörden erhobene Vorwurf wiegt schwer: Verdacht der Untreue und des schweren Betruges.

Positive Selbstdarstellung

Auf ihrer Homepage war die S&K-Gruppe stets um ein seriöses Erscheinungsbild bemüht. Man erwerbe – so die Herren Schäfer und Köller – Immobilien zu günstigen Preisen aus Zwangsversteigerungen und kaufe bzw. verwerte notleidende Immobilienkredite. Das hierfür benötigte Kapital soll von Kapitalanlegern teils über Fondsanlagen der UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH und teils auf anderen Vertriebswegen – den Ankauf von Lebensversicherungen – eingesammelt worden sein. Durch die Umsetzung ihrer Geschäftsideen soll die S&K-Gruppe inzwischen – so das Branchenmagazin „finanzwelt“ in seiner Ausgabe 04/2012 – einen Immobilienbestand im Volumen von € 180 Millionen (Stand April 2012) angehäuft haben. Dabei sollen die drei operativen Gesellschaften, die S&K Assets GmbH, die Deutsche S&K Sachwert AG und die S&K Holding GmbH laut „finanzwelt“ „im Jahr 2011 nach Abzug aller Kosten einen Reingewinn in Höhe von rund € 5,8 Mio. erzielt“ haben.

Mehr Schein als Sein?

Inwieweit die angeblichen Erfolge in Millionenhöhe mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmen, ist für Außenstehende nicht nachprüfbar. Scheinbar um Transparenz bemüht, veröffentlichte die S&K Gruppe bereits vor Monaten auf ihrer Homepage eine Zusammenstellung über die angeblich gehandelten bzw. im Eigentum gehaltenen Immobilien. Es werden Fotos der Gebäude sowie Ablichtungen von Zuschlagsurkunden bzw. des Verkaufsnachweises gezeigt. Transparenz ist freilich etwas anderes: Die gescannten Dokumente sind mit Ausnahme der Bildbearbeitung über angebliche Erwerbs- bzw. Verkaufspreise nicht lesbar. Die Zweifel am tatsächlichen Geschäftsgebaren der Verantwortlichen von S&K dürften letztlich auch die Staatsanwaltschaft zu ihrem Vorgehen bewogen haben.

S&K-Anlagen auf den Prüfstand

Angesichts der aktuellen Entwicklung sollten die betroffenen Anleger ihr Engagement in der S&K-Gruppe prüfen lassen, ehe es zu spät ist. Dem Vernehmen nach soll die Staatsanwaltschaft erhebliche Vermögenswerte von mehr als 100 Millionen EURO für die Rückgewinnungshilfe zugunsten geschädigter Anleger gesichert haben. Die geschädigten Anleger sollten daher keine Zeit verlieren, um Schadenersatzansprüche zu überprüfen. Rechtsanwalt Dr. Steinhübel hierzu: „Wenn Vermögenswerte durch die zuständige Staatsanwaltschaft für die Rückgewinnungshilfe gesichert wurden, kann es besonders wichtig sein, möglichst schnell zu handeln. Insbesondere die Anleger, welche im Rahmen des Verkaufs von Lebensversicherungen unmittelbar mit einem Unternehmen der S&K-Gruppe einen Vertrag abgeschlossen haben, sollten schnellstmöglich einen auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt aufsuchen.“ Aber auch in allen anderen Fällen empfiehlt es sich angesichts der aktuellen Entwicklung, eine Rückabwicklung der S&K-Kapitalanlage zu prüfen. Wenn Anlageberater, die den Erwerb einer Kapitalanlage an einer S&K-Gesellschaft oder (mittelbar) über einen Fonds von United Investors – an der S&K-Gruppe empfahlen, nicht ausreichend über die Risiken der Kapitalanlage aufgeklärt haben, ist eine Rückabwicklung in vielen Fällen möglich. Dabei kann es für einen Anspruch auf Schadensersatz bereits genügen, dass der Berater die Höhe der Provisionsvergütungen verschwiegen hat. Bei der Vermittlung von Beteiligungen an dem Fonds Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG sollten laut Emissionsprospekt beispielsweise über 15 % der Anlegergelder allein für Vertriebsprovisionen verwendet werden, was nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs regelmäßig eine Pflicht zur ungefragten Aufklärung durch den Berater auslöst. Eine Verletzung gerade dieser Pflicht erleichtert die Durchsetzung von Schadendersatzansprüchen in vielen Fällen erheblich.

Ihre Ansprechpartner: Rechtsanwalt Dr. Steinhübel und Rechtsanwalt Berkemeier