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18. Oktober 2017

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German Pellets: Anlegerschutzkanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte bündelt die Anlegerinteressen

11.02.2016 – Nachdem die German Pellets GmbH Insolvenz beantragt hatte, setzte das Insolvenzgericht Schwerin Frau Rechtsanwältin Schmudde von der Kanzlei White & Case als vorläufige Insolvenzverwalterin ein. Damit scheiterte zunächst der Insolvenzantrag in Eigenverwaltung von Frank Günther (One Square Advisors). Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Rostock.

Insolvenz mit Ansage

Es ist eine angekündigte Pleite: Die Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte hatte bereits am 26.01.2016 darauf hingewiesen, dass bei German Pellets der Ofen ausgeht. Als dann die für den 10.02.2016 geplante Anleihegläubigerversammlung abgesagt wurde, war Schlimmstes zu befürchten. Und so kam es dann auch. Das Amtsgericht Schwerin hat am 10.02.2016 nach dem Insolvenzantrag der German Pellets GmbH Frau Rechtsanwältin Schmudde von der Kanzlei White & Case zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestimmt.

Insolvenzantrag in Eigenverwaltung scheitert

Am 10.02.2016 hatte German Pellets bekannt gegeben, dass eine Sanierung in Eigenverwaltung geplant wäre und Frank Günther (One Square Advisors) die „grundlegende Restrukturierung“ übernehmen würde. Offensichtlich ist, dass das Insolvenzgericht diesen Plan und damit die Eigenverwaltung ablehnte. Wichtigste Aufgabe der vorläufigen Insolvenzverwaltung dürfte daher die Überprüfung sein, ob German Pellets überhaupt sanierungsfähig ist.

Chaotische Zustände

Da es bei German Pellets zuletzt eher chaotisch zuging, ist die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens durchaus fraglich. Auch in Anbetracht der dramatischen Kursverluste in letzter Zeit scheinen die Anleger ihr Vertrauen verloren zu haben. Erschwerend kommt jetzt auch noch hinzu, dass nach Angaben der Zeitschrift „Handelsblatt“ die Staatsanwaltschaft Rostock strafrechtlich ermittelt. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen könnten aber nach Ansicht von Rechtsanwalt Dr. Steinhübel Ansatzunkte für Schadensersatzansprüche der Anleger ergeben.

Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte bündelt die Interessen der Anleger

Geschädigte Anleger von German Pellets sollten jetzt einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beauftragen. Die Anlegerschutzkanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte bündelt die Interessen der Betroffenen, um ggf. ein KapMuG-Sammelverfahren einzuleiten. Die Kanzlei wird ihre Mandanten nicht nur auf den anstehenden Gläubigerversammlungen vollumfänglich vertreten, sondern darüber hinaus Schadensersatzansprüche in alle Richtungen prüfen.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Dr. Steinhübel und Rechtsanwalt Berkemeier

German Pellets GmbH: Geht bei German Pellets jetzt der Ofen aus?

26.01.2016Die Kapitalmarktprodukte der German Pellets GmbH (Anleihen und Genussrechte) haben zuletzt erhebliche Kursverluste verbucht. Für die Anleger besteht jetzt im Hinblick auf die Gläubigerversammlung am 10.02.2016 erheblicher Handlungsbedarf.

Die German Pellets Gruppe

German Pellets ist einer der größten Anbieter von Holzpellets. Dieser alternative Brennstoff wird weltweit für die Erzeugung von Ökostrom genutzt. In letzter Zeit wurde bei German Pellets aber vor allem Geld verbrannt. Kapitalanleger, die in German Pellets Kapitalmarktprodukte investiert haben, beklagen mittlerweile bei ihren Anleihen und Genussrechten sehr große Wertverluste. Zu Recht wächst deshalb bei ihnen die Sorge vor einer Pleite.

Fragwürdig hohes Emissionsvolumen

German Pellets ist einer der größten Emittenten von sog. „Mittelstandsanleihen“ in Deutschland. Zwischen 2011 und 2014 wurden drei Anleihen emittiert, die mit jeweils 7,25 % verzinst werden. Außerdem emittierte das im Jahr 2005 gegründete Unternehmen Genussrechte mit einem ergebnisabhängigen Zins von 8 %. Das platzierte Emissionsvolumen der drei börsennotierten Anleihen beträgt zusammen € 252 Mio. Am 31.03.2016 endet die Laufzeit der Anleihe 2011/16 über € 80 Mio. Die beiden anderen Anleihen haben Laufzeiten bis Juli 2018 (€ 72 Mio.) und bis November 2019 (€ 100 Mio.).

Drohende Fälligkeit der Anleihe 2011/16

Am 31.03.2016 wird die Anleihe 2011/16 fällig. Die drohende Rückzahlung dieser Anleihe aber bringt German Pellets offensichtlich in große Erklärungsnot. In einer aktuellen Pressemitteilung vom 25.01.2016 informiert das Unternehmen, dass der € 80 Mio. bzw. € 52 Mio. schwere Bond nicht fristgerecht zurückgezahlt werden soll. Stattdessen ist geplant, die Laufzeit der Anleihe um zwei Jahre auf den 31.03.2018 zu verlängern und eine erstrangige Besicherung durch 50 % der Gesellschafteranteile an der German Pellets GmbH anzubieten. Außerdem soll eine Zinsanpassung auf 5,25% vorgenommen werden. German Pellets behauptet zwar eine „Aufwertung“ und „Anpassung“ der Anleihe. Im Hinblick auf die massiven Kurseinbrüche in der letzten Zeit erscheint dies aber eher ambitionierte Wortakrobatik zu sein.

Dringender Handlungsbedarf der Anleger

Am 10.02.2016 lädt German Pellets die Anleihegläubiger zu einer Gläubigerversammlung ein. Die Anleger sollen dann über die geplanten Änderungen abstimmen. Die Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte bündelt die Interessen der Anleihegläubiger der German Pellets. Betroffene Anleger sollten deshalb der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte eine kostenlose Stimmrechtsvollmacht erteilen und damit sicherstellen, dass sowohl ihre rechtlichen als auch wirtschaftlichen Interessen gewahrt werden.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Dr. Steinhübel und Rechtsanwalt Berkemeier