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18. Oktober 2017

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EEV Erneuerbare Energie Versorgung AG - Mit Schadensersatzforderungen in den ersten Rang

04.08.2017 – Den Anlegern der EEV Erneuerbare Energie Versorgung AG droht der komplette Ver-lust des investierten Kapitals. Vom Insolvenzverwalter als nachrangig eingestuft werden sie am Ende leer ausgehen, da die Insolvenzmasse für eine Rückzahlung des Anlegerkapitals nicht aus-reicht. Wer sich das nicht gefallen lassen will, sollte umgehend eine erstrangige Schadenersatzforderung anmelden. Hierfür ist kompetente anwaltliche Hilfe unerlässlich.

Insolvenzverwalter betrachtet Anleger der EEV AG als nachrangige Gläubiger

Der Insolvenzverwalter der EEV AG, Rechtsanwalt Stefan Denkhaus, hat den Anlegern - Nachrangdarlehensgeber und Genussrechtsgläubiger – in der Vergangenheit Formulare für die Anmeldung von nachrangigen Forderungen (§ 39 InsO) übermittelt. Wer davon Gebrauch gemacht hat, wird bei der künftigen Verteilung der Insolvenzmasse erst dann berücksichtigt, wenn alle erstrangigen Gläubiger (§ 38 InsO) vollständig befriedigt wurden und die Verfahrenskosten beglichen sind. Bei aufmerksamer Betrachtung der bisherigen Berichte des Insolvenzverwalters wird schnell klar, dass die Insolvenzmasse zu einer überwiegenden Befriedigung der erstrangigen Gläubiger führen wird, mehr aber auch nicht. Schon jetzt kann mit Sicherheit gesagt werden, dass die nachrangigen Gläubiger und somit die betroffenen Anleger als größte Gruppe der EEV-Geschädigten leer ausgehen werden.

Mit Schadenersatzforderungen in den ersten Rang

Anleger, die sich damit nicht abfinden wollen, sollten schleunigst eine Forderung im Rang des § 38 InsO zur Insolvenztabelle anmelden, um sicherzustellen, dass sie bei der Verteilung der Insolvenz-masse berücksichtigt werden. In vielen Fällen stehen den betroffenen Anlegern Schadenersatzansprüche gegen die EEV AG zu, bei denen es sich selbstredend um erstrangige Forderungen im Sinne von § 38 InsO handelt. Die Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte vertritt geschädigte Anleger der EEV AG und hat für diese bereits erstrangige Schadenersatzforderungen zur Insolvenztabelle angemeldet. Hierfür bedarf es einer besonderen Begründung, ohne die der Insolvenzverwalter die Berücksichtigung der Forderung im ersten Rang nicht akzeptieren wird. Noch besteht die Möglichkeit zu einem Rangwechsel.

Ihre Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwältin Lutz

EEV Erneuerbare Energien Versorgung AG - Insolvenzverfahren jetzt endgültig eröffnet

25.02.2016 – Das Insolvenzverfahren über die EEV AG ist endgültig eröffnet. Die Gläubiger sind aufgefordert, zeitnah ihre Forderungen anzumelden. Die betroffenen Anleger müssen jetzt han-deln, da sie nicht automatisch als Gläubiger im Insolvenzverfahren anzusehen sind. Jetzt ist anwaltliche Hilfe gefragt.

Insolvenzverfahren jetzt endgültig eröffnet – Forderungsanmeldung wichtig

Jetzt ist es amtlich: Am 10.02.2016 hat das Amtsgericht Meppen das bislang nur vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der EEV Erneuerbare Energie AG nunmehr endgültig eröffnet (AG Meppen, Az. 9 IN 213/15). Die Gläubiger der Gesellschaft sind aufgefordert, ihre gegen die EEV AG bestehenden Forderungen bis zum 21.03.2016 zur Insolvenztabelle anzumelden. Die geschädigten Anleger sollten sich jetzt schnellstmöglich an spezialisierte Rechtsanwälte wenden, da sie nicht automatisch zum Kreise der forderungsberechtigten Gläubiger gehören. Forderungen aus den Genussrechten sind ebenso wie auch partiarische Darlehen als nachrangige Forderungen anzusehen, die in der Insolvenz erst dann bedient werden, wenn alle anderen Gläubiger vollständig befriedigt wurden. Im Klartext heißt dies, dass Genussrechtsgläubiger und Nachrangdarlehensgeber in der Insolvenz regelmäßig leer ausgehen. Im Fall der EEV AG dürfte es aber möglich sein, zugunsten der geschädigten Anleger erstrangige Forderungen zur Insolvenztabelle feststellen zu lassen. Dabei kommt es entscheidend auf die richtige Begründung an.

Weiter hat das Amtsgericht Meppen eine Gläubigerversammlung auf Mittwoch, den 13.04.2016 (11:00 Uhr) anberaumt. Die geschädigten Anleger müssen diesen Termin nicht selbst wahrnehmen, sondern können sich dabei auch anwaltlich vertreten lassen. In jedem Fall ist die Teilnahme bzw. Vertretung bei dieser Versammlung sinnvoll, weil die Gläubigerversammlung im ersten Termin wichtige Weichenstellungen für den Fortgang des Verfahrens beschließen kann und aller Wahrscheinlichkeit nach beschließen wird. Die Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte verfügt über langjährige Erfahrungen im Zusammenhang mit Insolvenzverfahren von Publikumsgesellschaften und ist daher in der Lage, eine interessengerechte Vertretung anzubieten.

Ihre Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwältin Lutz

Insolvenz der EEV Erneuerbare Energien Versorgung AG - Anleger sollten alsbald handeln

18.02.2016: – Ende November 2015 wurde das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der EEV Erneuerbare Energien Versorgung AG angeordnet. Mittlerweile werden immer unschönere Details über die dunklen Machenschaften der Hintermänner des Unternehmens bekannt. War alles von Anfang nur Betrug? Die betroffenen Anleger müssen jetzt auch befürchten, vom Insolvenzverwalter künftig nicht als Gläubiger der EEV AG anerkannt zu werden. Auch hier ist anwaltlicher Rat gefragt, denn für viele es bestehen gute Aussichten, am Insolvenzverfahren teilzunehmen.

Große Pläne und hohe Renditeversprechen

Mit großen Plänen ist die EEV AG Ende 2012 an den Start gegangen: Anleger sollten Investitionen in Finanzierung und Betrieb eines Biomassekraftwerkes sowie in die Errichtung eines Offshore-Windparks finanzieren und hierfür sog. Genussrechtskapital bereitstellen. Versprochen war eine feste Verzinsung von 6 Prozent zuzüglich einer Gewinnbeteiligung. Insgesamt wurde den Anlegern eine jährliche Rendite von 9 Prozent in Aussicht gestellt. Was daraus geworden ist, dürfte hinlänglich bekannt sein: Sowohl die EEV AG als auch die EEV BioEnergie GmbH & Co. KG als Betreiberin des Heizkraftwerkes befinden sich in vorläufigen Insolvenzverfahren. Der Offshore-Windpark wurde nie realisiert und war wohl auch von Anfang an zum Scheitern verurteilt – im Fondsprospekt finden sich aber keine Hinweise auf Bedenken an der Realisierbarkeit des Windparks.

Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren möglich

Wie schon in unserem letzten Bericht vom 07.12.2015 aufgezeigt, sollten sich die geschädigten Anleger schon jetzt im Insolvenzverfahren der EEV AG durch versierte Rechtsanwälte vertreten lassen, da Genussrechtsinhaber grundsätzlich nicht zu den forderungsberechtigten Gläubigern der Insolvenzschuldnerin gehören. Eine Prüfung der Genussrechtsbedingungen legt jedoch nahe, dass wesentliche Passagen des Vertragswerkes unwirksam sind, so dass auch hier die Möglichkeit besteht, mit der richtigen Begründung eine erstrangige Forderung der geschädigten Anleger aus dem Genussrechtskapital zur Insolvenztabelle feststellen zu lassen. Nur dann haben die geschädigten Anleger eine Chance darauf, an der Verteilung der Insolvenzmasse zu partizipieren. Die Forderungsanmeldung erfolgt im Anschluss an die endgültige Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Wem es nicht gelingt, mit einer erstrangigen Forderung in die Insolvenztabelle aufgenommen zu werden, der wird im Insolvenzverfahren ganz sicher leer ausgehen.

Schadenersatz gegen Verantwortliche der EEV AG und Anlagevermittler prüfen lassen

Darüber hinaus sollten sich die Geschädigten schon jetzt mit der Frage nach Schadenersatzansprüchen befassen, da im Insolvenzverfahren regelmäßig stets nur noch ein Teil des investierten Kapitals zurückgezahlt wird. Neben Schadenersatzansprüchen gegen die Anlageberater und Vermittler aufgrund fehlerhafter Beratung und Vermittlung kommen im Fall der EEV AG insbesondere auch Prospekthaftungsansprüche in Betracht, sofern die Angaben im Emissionsprospekt unvollständig oder fehlerhaft waren. Betrachtet man allein die hoch gesteckten Renditeziele, sind Zweifel an der Vollständigkeit und Richtigkeit des Emissionsprospekts der EEV AG angebracht, wenn man bedenkt, dass die EEV AG ihre wesentlichen Assets von der Etanax Holding GmbH erworben hat, die zuvor das Kapital zur Gründung der EEV AG bereit gestellt haben soll. Das nötige Kapital für den Erwerb des Biomassekraftwerkes sowie der Windpark-Projektgesellschaft hatte die EEV AG natürlich nicht, zu diesem Zweck wurde das Genussrechtskapital emittiert – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Die Anleger sollten dies nicht klaglos hinnehmen und prüfen lassen, wer den entstandenen Schaden zu ersetzen hat.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwältin Lutz

EEV Bioenergie GmbH & Co. KG und EEV AG insolvent

07.12.2015 – Die EEV Bioenergie GmbH & Co. KG und auch die Muttergesellschaft Erneuerbare Energie Versorgung AG (EEV AG) befinden sich in der vorläufigen Insolvenz. Für die Anleger wird es höchste Zeit, Maßnahmen zur Rettung ihres angelegten Kapitals zu ergreifen.

Insolvenz

Bereits am 24.11.2015 wurde das vorläufige Insolvenzverfahren über die EEV Bioenergie GmbH & Co. KG eröffnet (Az.: 9 IN 210/15). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dietmar Penzlin aus der Kanzlei Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin bestellt. Wenige Tage später folgte auch die Muttergesellschaft  EEV AG in die Pleite. Mit Beschluss des Amtsgerichts Meppen vom 27.11.2015 wurde auch über das Vermögen der EEV AG das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 9 IN 213/15). Hier bestellte das Amtsgericht Meppen Stefan Denkhaus von BRL Boege Rohde Luebbehuesen zum vorläufigen Insolvenzverwalter.      

Wie konnte es dazu kommen?

Sowohl die Genussrechtsinhaber der EEV AG als auch deren Nachrangdarlehensgeber sorgen sich schon seit geraumer Zeit um ihr angelegtes Kapital. Die EEV AG hatte mit zwei Energieprojekten um Anlegergelder geworben: mit dem geplanten Offshore-Windpark „Skua“ in der Nordsee und einem Biomasseheizkraftwerk in Papenburg. Bei der Genehmigung des Windparks kam es allerdings zu Schwierigkeiten, sodass das Heizkraftwerk bislang die wichtigste Einnahmequelle der EEV AG war. Allerdings hat das Amtsgericht Papenburg bereits im Mai dieses Jahres die Zwangsversteigerung des Kraftwerks angeordnet, weil der Vorbesitzer, die Etanax Holding, offene Forderungen in Millionenhöhe geltend machte.

Erforderliche Maßnahmen im Insolvenzverfahren

Die Anleger müssen nun mit hohen finanziellen Verlusten bis hin zum Totalverlust rechnen. Sollte ausreichend Insolvenzmasse zur Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens zur Verfügung stehen, müssen die Anleger ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter form- und fristgerecht anmelden. Allerdings werden Genussrechte und Nachrangdarlehen im Insolvenzverfahren nachrangig behandelt. Dies bedeutet, dass zunächst die Forderungen der übrigen Gläubiger bedient werden. Durch die fundierte Begründung eines versierten Rechtsanwaltes gibt es eine Chance auf Beseitigung des Nachrangs im Insolvenzverfahren. Gelingt es den Nachrang zu beseitigen, bedeutet dies eine deutliche Besserstellung der geltend zu machenden Ansprüche im Insolvenzverfahren.

Anderweitige Kompensationsmöglichkeiten zur Rettung des angelegten Kapitals

Die Anleger sollten sich aber nicht alleine auf ein mögliches Insolvenzverfahren verlassen. Wurde der Anleger durch seinen Anlageberater nicht zutreffend und vollständig über sämtliche Risiken und Nachteile einer Beteiligung aufgeklärt, so kann dies Schadensersatzansprüche begründen. Gleiches gilt für die Verletzung der Pflicht des Anlageberaters zur Prüfung, ob die ins Auge gefasste Kapitalanlage mit den Anlagezielen des Anlegers übereinstimmt. Da die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts auf Anlagebetrug ermittelt, könnten sich auch hieraus weitere rechtliche Möglichkeiten ergeben. Durch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen besteht Aussicht auf den vollständigen Rückerhalt des investierten Kapitals.

Kostenfreie Ersteinschätzung                           

Von den Anwälten der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte erhalten Sie eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Erfolgsaussichten. Sollten Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen und dies wünschen, werden wir für Sie die Anfrage auf Kostendeckung übernehmen.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwältin Lutz