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16. Dezember 2017

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Kartell deutscher Autohersteller? Eine Branche auf Abwegen

02.08.2017 – Kein Thema beherrscht derzeit die Medienlandschaft wie die Berichterstattung über geheime Absprachen von VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW. Dabei geht es um nicht weniger den Vorwurf der Bildung eines Kartells in einem nie dagewesenen Ausmaß.

Geheime Absprachen in mehr als 60 Arbeitskreisen

Die Vorwürfe sind massiv: Seit etlichen Jahren sollen sich die fünf großen deutschen Autohersteller in mehr als 60 geheimen Arbeitskreisen über die Fahrzeugentwicklung, Kosten, Auswahl von Zulieferbetrieben und nicht zuletzt auch über die Abgasnachbehandlung von Dieselfahrzeugen abgesprochen haben. Insbesondere der Dieselskandal bekommt durch die Medienberichterstattung eine völlig neue Dimension. Die zuständigen Kartellbehörden sind alarmiert und ermitteln bereits. Sollten sich die Vorwürfe letztlich bestätigen, dürften milliardenschwere Forderungen – Bußgelder und Schadenersatzansprüche – auf die an den sog. 5er-Kreisen beteiligten Unternehmen zurollen.

Verdacht auf wettbewerbswidrige Kartellbildung

Schon vor der Veröffentlichung des Kartellverdachts durch die Medien sollen Volkswagen und Daimler in Schriftsätzen an die Behörden den Verdacht kartellrechtswidrigen Verhaltens geäußert haben. Offensichtlich zielen die Unternehmen durch ihre Teilnahme an der Aufklärung möglicher Verstöße auf die Inanspruchnahme der sog. Kronzeugenregelung ab, durch die hohe Bußgeldzahlungen vermieden oder aber durch einen Nachlass reduziert werden können. In jedem Fall müssen die Unternehmen mit hohen Schadenersatzforderungen von Geschädigten rechnen, sollten die Kartellbehörden zu dem Ergebnis gelangen, dass die Unternehmen illegale Absprachen zulasten eines freien Wettbewerbs getroffen haben. Zu den möglichen Geschädigten gehören könnten

-    private und gewerbliche Autokäufer
-    Zulieferunternehmen
-    Wettbewerber
-    private und institutionelle Kapitalanleger

Dr. Steinhübel Rechtsanwälte vertritt Geschädigte

Um potentiell Geschädigten die Möglichkeit regelmäßiger Informationen zum Thema Auto-Kartell zu ermöglichen, hat die Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte eine weitere Internetseite eingerichtet. Unter www.xautokartell.de stehen weiterführende Informationen bereit. Zudem besteht die Möglichkeit, sich für künftige Informationen anzumelden. 

Ihre Ansprechpartner: Rechtsanwalt Berkemeier und Rechtsanwältin Lutz